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Vom Verschnitt zum Erlös: Wie Metallbauer, Schlosser und Abbruchunternehmen in NRW ihren Stahlschrott richtig verwerten
Schnellnavigation für Metallbau, Schlosserei und Abbruch (W-Fragen auf einen Blick):
- Welche Metalle bringen am meisten? – Edelstahl, Aluminium, Stahl und Guss im Vergleich
- Wie sortiere ich Verschnitt und Abbruchschrott? – vier Regeln für eine bessere Einstufung
- Was nimmt Böhner nicht an? – Späne, Hohlkörper und belastete Bauteile
- Wann lohnt sich ein Container? – Anlieferung, Verwiegung und Container-Service
- Welchen Nachweis bekomme ich? – Antworten auf die häufigsten Fragen
In einer Schlosserei fallen jede Woche Profilreste, Blechzuschnitte und Edelstahl-Verschnitt an, auf der Abbruchbaustelle sind es Träger, Bewehrungsstahl, Geländer und Tore. Was dabei oft im gemischten Container landet, ist bares Geld: Sauber getrennt wird jede Sorte nach ihrem eigenen Tagespreis abgerechnet, gemischt nur nach dem der günstigsten.
Böhner Altmetalle kauft Metallschrott von Metallbaubetrieben, Schlossereien und Abbruchunternehmen aus Düsseldorf, Neuss, Ratingen, Hilden, Erkrath und Meerbusch an. In diesem Beitrag lesen Sie, welche Sorten aus Werkstatt und Rückbau am meisten bringen, wie Sie richtig sortieren und was Sie bei Anlieferung und Nachweisen beachten sollten.
Edelstahl, Aluminium, Stahl und Guss: Was in Werkstatt und Rückbau steckt
Für den Erlös zählt nicht nur das Gewicht, sondern vor allem die Sorte und ihre Reinheit. Die aktuellen Werte je Sorte finden Sie auf unserer Seite Ankaufspreise.
1. Edelstahl V2A und V4A: der wertvollste Verschnitt
Edelstahl-Reste aus Geländerbau, Treppen und Behälterbau gehören bei Metallbauern zu den lohnendsten Sorten. V2A und V4A werden getrennt bewertet, denn V4A enthält zusätzlich Molybdän. Halten Sie beide Sorten schon in der Werkstatt in eigenen Gitterboxen getrennt. Welche Güte vorliegt, erklärt unser Altmetall-Sorten-ABC.
2. Aluminium-Profile und Bleche: leicht, aber wertvoll
Fenster-, Fassaden- und Konstruktionsprofile sowie Alu-Bleche sind deutlich mehr wert als Stahl. Den vollen Wert erreichen sie, wenn Stahlschrauben, Dichtungen und Kunststoffstege entfernt sind. Profile mit Kunststoffanteil sollten Sie von reinen Profilen trennen.
3. Stahlschrott: Profile, Bleche, Träger und Bewehrung
Der Mengen-Klassiker aus Metallbau und Abbruch. Wir unterscheiden zwischen Mischschrott und schwerem Mischschrott aus dem Abbruch, abgerechnet wird pro Tonne. Dicke Träger, Platten und Stahlprofile gelten in der Regel als schwerer Schrott, dünne Bleche und Kleinteile als leichter. Auch verzinkte Geländer, Tore und Gitterroste gehören in diese Gruppe.
4. Guss: schwer und gut kalkulierbar
Gussteile wie Maschinenbetten, Gehäuse oder Gussrohre aus dem Rückbau werden als eigene Sorte abgerechnet. Halten Sie Guss von Stahlschrott getrennt, damit er nicht zum Mischschrott-Preis eingestuft wird.
Beim Rückbau fallen außerdem oft Kupferkabel, Kupferrohre und Messingarmaturen an. Diese Buntmetalle bringen ein Vielfaches des Stahlpreises und sollten nie im Stahlcontainer landen. Mehr dazu lesen Sie in unserem Beitrag zum Kupfer-Ankauf.
Sortier-Leitfaden: So sichern sich Metallbau- und Abbruchbetriebe den vollen Erlös
Die Grundregel lautet: Je sauberer die Sorte, desto höher die Einstufung. Vier Punkte machen in der Praxis den größten Unterschied.
- Edelstahl nie zum Stahl werfen: Schon wenige Edelstahlteile im Stahlcontainer bringen Ihnen nur den Stahlpreis. Eigene Boxen für V2A und V4A zahlen sich schnell aus.
- Magnettest mit Vorsicht nutzen: Die gängigen Edelstähle V2A und V4A sind kaum magnetisch, manche Edelstähle aber schon. Im Zweifel bestimmen wir die Sorte bei der Anlieferung.
- Fremdstoffe entfernen: Beton an Bewehrungsstahl, Holz, Dämmung, Kunststoff und Gummi drücken die Einstufung. Grobe Anhaftungen sollten Sie schon auf der Baustelle abschlagen.
- Buntmetalle separat sammeln: Kupfer, Messing und Aluminium aus dem Abbruch gehören in eigene Behälter. Das gilt auch für kleine Mengen wie Armaturen und Kabelreste.
Was Metallbau- und Abbruchbetriebe zwingend beachten müssen
Nicht jedes Metall darf bei uns angeliefert werden. Folgende Materialien nehmen wir nicht an:
- Späne: Dreh-, Fräs- und Bohrspäne aus der Werkstatt können wir nicht annehmen.
- Hohlkörper und Druckbehälter: Gasflaschen, Feuerlöscher, Tanks und andere geschlossene Behälter sind wegen Explosionsgefahr ausgeschlossen.
- Belastete Bauteile: Metalle mit Asbest, Teer oder anderen gefährlichen Anhaftungen gehören nicht in den Metallschrott. Auch Elektrogeräte und Altfahrzeuge nehmen wir nicht an.
Die vollständige Liste finden Sie im Altmetall-Sorten-ABC. Weitere Themen rund um Recycling lesen Sie in unseren News aus der Abfallwirtschaft.
Verwiegung und Container-Service an der Königsberger Straße in Düsseldorf
Unser Betriebshof in Düsseldorf-Lierenfeld liegt verkehrsgünstig nahe der B8 und der A46. Ob Sie mit dem Transporter Verschnitt aus der Werkstatt bringen oder schwere Lasten aus dem Rückbau anliefern: Wir verwiegen jede Anlieferung und rechnen Sorte für Sorte ab.
- Präzise Verwiegung: Eine 60-Tonnen-Fahrzeugwaage und eigene Waagen für Buntmetalle sorgen für exakte Abrechnung.
- Container für Werkstatt und Baustelle: Bei größeren Mengen stellen wir Container und holen sie ab. Mehr dazu auf der Seite Container-Service.
- Dokumentation für Gewerbekunden: Sie erhalten Belege für Ihre Dokumentationspflichten nach der Gewerbeabfallverordnung (GewAbfV).
Bitte bringen Sie einen Ausweis mit Adressnachweis mit. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 7:00 bis 16:30 Uhr, Samstag 7:00 bis 12:00 Uhr. Annahmeschluss ist 20 bis 30 Minuten vor Ende der Öffnungszeit. Sie planen regelmäßige Mengen oder einen größeren Rückbau? Kontaktieren Sie unser Team für individuelle Konditionen.
FAQ – Häufig gestellte Fragen für Metallbauer, Schlosser und Abbruchunternehmen
Die wichtigsten Antworten aus der täglichen Praxis an unserer Waage:
1. Wird verzinkter Stahl als Stahlschrott angenommen?
Ja. Verzinkte Geländer, Tore, Gitterroste und Profile nehmen wir als Stahlschrott an. Die Zinkschicht senkt den Wert kaum. Die genaue Einstufung erfolgt bei der Sichtprüfung auf dem Hof, entscheidend sind Materialstärke und Sauberkeit.
2. Was bringt eine Tonne Mischschrott?
Das hängt vom Tagespreis und von der Einstufung ab. Schwerer Mischschrott aus dem Abbruch wird höher bewertet als leichter Schrott aus dünnen Blechen und Kleinteilen. Den aktuellen Tonnenpreis finden Sie auf unserer Seite Ankaufspreise.
3. Nehmen Sie Bewehrungsstahl aus dem Abbruch an?
Ja. Bewehrungsstahl und Baustahlmatten nehmen wir als Stahlschrott an. Je weniger Beton anhaftet, desto besser die Einstufung. Stark verschmutzter Stahl wird niedriger bewertet. Schlagen Sie grobe Betonreste daher möglichst schon auf der Baustelle ab.
4. Erhalte ich einen Nachweis für meinen Auftraggeber?
Ja. Als zertifizierter Fachbetrieb dokumentieren wir jede Anlieferung mit Wiegeschein und Angabe der Abfallart. Diese Belege können Sie für Ihre Nachweispflichten nach der Gewerbeabfallverordnung und gegenüber Bauherren oder Behörden verwenden.
Ein spannendes Thema
Recycling ist eine Investition in unser aller Zukunft. Immer wieder tauchen kreative Ideen auf, die nachhaltiges Wirtschaften beflügeln. Dies wollen wir mit unseren Beiträgen redaktionell begleiten. Ja, wir sind stolz darauf, mit unserer Arbeit maßgeblich nachhaltigen Kreislaufwirtschaft beizutragen. Das schont natürliche Ressourcen und schützt die Umwelt. So gehen Ökonomie und Ökologie Hand in Hand und profitieren beiderseitig vom Recycling. Warum sollte man darauf nicht stolz sein dürfen.


